DR Kongo: Petition an Präsident Tshisekedi zum Schutz von Kindern in Kasaï

Liebe Petitionsunterstützer*innen,

es gibt eine neue Petition an den Präsidenten der DR Kongo, Félix Tshisekedi, in dem er aufgefordert wird, Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder in der Kasaï-Region, in der seit 2016 ein bewaffneter Konflikt eskaliert, vor Rekrutierung und Verwendung durch die Konfliktparteien zu schützen.
Die Petition gibt es in zwei Formen hier zum Download: als Brief inkl. Petitionsanleitung und als Petitionsliste.
Wählt einfach die für Euch passende!
Teilt die Petition gerne in Euren anderen Gruppen, Vereinen, Familien und Freundeskreisen.

Vielen Dank für Eure Mithilfe!
Die Koordinationsgruppe DR Kongo & Uganda 

Schickt die unterschriebenen Briefe bitte bis zum 31.01.2020 an das Postfach der Koordinationsgruppe DR Kongo & Uganda bei der Geschäftsstelle von Amnesty.

Adresse der Geschäftsstelle:
Koordinationsgruppe DR Kongo & Uganda
c/o Amnesty International Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin

Hintergrundinformationen:

Der Konflikt in der Kasaï-Region, der 2016 begann, als sich die Regierung der Demokratischen Republik Kongo weigerte, Jean-Pierre Mpandi als legitimen Führer des Bajila Kasanga Volkes anzuerkennen, forderte Tausende von Menschenleben führte zur Vertreibung von mehr als einer Million Menschen, einige innerhalb der Kasaï-Region und andere über die Grenze nach Angola. Die Gewalt zwischen der Bana-Mura-Miliz und der Kamuina Nsapu führte auch zu rechtswidrigen Tötungen von Kindern und zur Vergewaltigung von Frauen und Mädchen. Im Jahr 2018 berichtete die UNO, dass seit April 2017 60 Mädchen von der Bana-Mura-Miliz gefangen gehalten wurden. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Untersuchung der Entführung von Kindern durchgeführt wurde und ob alle von bewaffneten Gruppen entführten Kinder freigelassen wurden. Kinder im Alter von nur 11 Jahren, die 2017 mit Amnesty International sprachen, berichteten von grausamem Missbrauch, darunter die Rekrutierung durch Konfliktparteien. Sie erzählten außerdem, dass sie zu Gewalttaten gezwungen wurden und an mystischen Ritualen teilnehmen mussten, angeblich um sie während des Kampfes vor Kugeln zu schützen.

Einen englischsprachigen Bericht von Amnesty aus dem Jahr 2018 findet ihr hier.