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Postkartenaktion

Solidarität mit südsudanesischen Flüchtlingen in Uganda

Südsudanesische Flüchtlinge an einem Brunnen im Norden Ugandas © Khairunissa Dhala und Victor Nyamori/ Amnesty International

Uganda hat inzwischen mehr als eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen. Ihnen fehlt es an Nahrung, Wasser und Unterkunft. Mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge sind bisher vor dem brutalen Konflikt im Südsudan in das benachbarte Uganda geflohen, doch aufgrund unzureichender Finanzierung haben viele von ihnen noch nicht einmal ausreichenden Zugang zu einer Grundversorgung. Mindestens 86 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.

Wir haben eine Postkartenaktion erstellt, mit der den Flüchtlingen aus dem Südsudan in Uganda Unterstützung und Solidarität gezeigt werden kann.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns bei der Aktion unterstützt!

Die Postkarten können bei uns bestellt werden. Bitte gebt uns per Email an info@amnesty-uganda.de Bescheid, wie viele Postkarten ihr bei uns bestellen wollt. Wir schicken sie euch dann per Post zu. Wir können euch auch eine Vorlage zum Selbstausdrucken per Email zusenden.

Materialien:

Meldet uns bitte zurück, wenn ihr an der Aktion teilnehmt (E-Mail: info@amnesty-uganda.de).

(letzte Aktualisierung: 12.03.18)


Update zur Urgent Action

Untersuchung des „Geisteszustandes“ vorerst gestoppt

20.07.2017

Update: Die Universitätsdozentin und Feministin Dr. Stella Nyanzi wird sich nicht einer Untersuchung ihres „Geisteszustandes“ unterziehen müssen. Ein Amtsgericht ordnete am 25. Mai eine Aussetzung der Untersuchung an. Dr. Stella Nyanzi war am 10. Mai gegen Kaution freigelassen worden. Die Anklagen gegen sie, den Präsidenten beleidigt und sein Recht auf Privatsphäre verletzt zu haben, bleiben jedoch weiterhin bestehen.

Setzt euch für eine Verfahrenseinstellung von Dr. Nyanzi ein!

Zur Online-Petition

Update zur Urgent Action

Uni-Dozentin freigelassen!

22.05.2017

Update: Nach vier Wochen in Gefangenschaft wurde Dr. Stella Nyanzi am 10. Mai auf Bewährung freigelassen. Amnesty International fordert nun die Behörden auf, alle Anklagen gegen sie sofort und bedingungslos fallen zu lassen. Dr. Nyanzi ist eine gewaltlose, politische Gefangene, die sich nur aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung in Haft befindet. Wir erwarten die Nachrichten der Gerichtsanhörung vom 25. Mai.

Fordert weiterhin, dass die Anklagen fallengelassen werden!

Zur Online-Petition

Urgent Action

Uni-Dozentin freilassen!

Uganda

Die ugandische Universitätsdozentin Dr. Stella Nyanzi wurde am 7. April festgenommen und anschließend angeklagt, den Präsidenten beleidigt und sein Recht auf Privatsphäre verletzt zu haben. Sie befindet sich in Haft und wartet auf eine Anhörung vor Gericht am 25. April. Sie wird möglicherweise auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer Untersuchung ihres "Geisteszustands" unterzogen.

Die Universitätsdozentin Dr. Stella Nyanzi wurde am 7. April festgenommen und inhaftiert, weil sie auf ihren Social Media-Seiten den Präsidenten kritisiert hatte. Am 10. April wurde vor Gericht Anklage gemäß des Gesetzes zum Missbrauch von Computern von 2011 erhoben, den Präsidenten auf ihren Social-Media-Seiten beleidigt und sein Recht auf Privatsphäre verletzt zu haben. Sie plädierte auf nicht schuldig und wurde bis zu ihrem nächsten Erscheinen vor Gericht am 25. April in Gewahrsam genommen. Mit ihrer fortdauernden Inhaftierung und Strafverfolgung verstoßen die ugandischen Behörden gegen Ugandas Verpflichtungen gemäß der Verfassung des Landes und internationalen Menschenrechtsnormen hinsichtlich des Rechts auf freie Meinungsäußerung.

Während der Anhörung, in der Dr. Stella Nyanzi angeklagt wurde, forderte der Staatsanwalt eine Untersuchung ihres "Geisteszustandes". Um seine Forderung zu untermauern, sagte der Staatsanwalt, dass es einen Nachweis darüber gäbe, dass Dr. Stella Nyanzi schon einmal Patientin im Butabika-Krankenhaus gewesen sei, einer psychiatrischen Klinik mit stationärer Behandlung, und eine Vorgeschichte mit psychischen Problemen habe. Die Anwält_innen der Verteidigung beantragten vor Gericht mehr Zeit, um auf die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft reagieren zu können, da das gegen ihre Mandantin vorgebrachte Material ihnen zuvor nicht vorgelegt worden war. Das Gericht gab diesem Antrag statt und vertagte den Fall auf den 25. April.

Amnesty International betrachtet Dr. Stella Nyanzi als gewaltlose politische Gefangene, die sich lediglich aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung in Haft befindet.

SCHREIBEN SIE BITTE
Faxe, E-Mails oder Luftpostbriefe mit folgenden Forderungen:

  • Ich fordere Sie höflich und mit Nachdruck auf, Dr. Stella Nyanzi umgehend und bedingungslos freizulassen, da sie eine gewaltlose politische Gefangene ist, die nur aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf Meinungsfreiheit inhaftiert wurde.
  • Bitte kommen Sie Ugandas Verpflichtungen gemäß der Landesverfassung und internationaler Menschenrechtsabkommen nach, das Recht auf Meinungsfreiheit zu achten, schützen und ihm nachzukommen.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass Dr. Stella Nyanzi bis zu ihrer Freilassung weder gefoltert noch anderweitig misshandelt wird.

APPELLE AN
Beispielbriefe direkt zum Ausdrucken und Abschicken
An Justizminister Major General (rtd) Kahinda Otafiire (deutsch)
An Justizminister Major General (rtd) Kahinda Otafiire (englisch)
JUSTIZMINISTER
Major General (rtd) Kahinda Otafiire
Bauman House, Plot 5
Parliament Avenue
P. O. Box 7183
Kampala
UGANDA
(Anrede: Major General/ Sehr geehrter Herr Generalmajor)
Fax: (00 256) 41254829
E-Mail: info@justice.go.ug

POLIZEIPRÄSIDENT
General Kale Kayihura
Katalima Road
Naguru
P. O. Box 7191
Kampala
UGANDA
(Anrede: General /Sehr geehrter Herr General)
Fax: (00 256) 41 425 5630
E-Mail: info@upf.go.ug

KOPIEN AN
AUßENMINISTER
Sam Kutesa
Ministry of Foreign Affairs
2A/B Apollo Kaggwa Road
P. O. Box 7048
Kampala
UGANDA
Fax: (00 256) 412 587 22/232874
E-Mail: protocol@mofa.go.ug

BOTSCHAFT DER REPUBLIK UGANDA
S.E. Herr Marcel Robert Tibaleka
Axel-Springer-Straße 54a, 10117 Berlin
Fax: 030-2404 7557
E-Mail: office@ugandaembassyberlin.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 25. Mai 2017 keine Appelle mehr zu verschicken.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf der Webseite der deutschen Sektion von Amnesty International.

(letzte Aktualisierung: 06.06.17)

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